Mallorca-Roadtrip // Cap de Formentor – Es Trenc

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Lass uns ein Auto mieten! Gesagt, getan! Das ganze war unkomplizierter als wir dachten. Ohne Kreditkarte könnte es wahrscheinlich schwer werden, dachte ich, aber es ging doch leichter als gedacht und so saßen wir am nächsten Tag in unserem kleinen Opel Corsa. Mit dabei? Meine beste Freundin Samantha und Mr.Donut (#jaauchdiesentrendmachenwirnach).

Unser Plan? Naja, einen richtigen Plan hatten wir nicht. Eigentlich wollten wir uns am Abend zuvor einen Plan machen und uns ein paar schöne Ziele auf Mallorca heraussuchen, aber stattdessen waren wir Abends so fertig (vom Essen (!!) und NICHT wie manch einer vielleicht vermutet, vom feiern am Ballermann) und daher waren wir zwei Omis schon früher am schlafen als, an allen anderen Urlaubstagen zuvor. Ohne Plan ging es dann morgens los. Mit TomTom an meiner Seite (den Namen hat meine beste Freundin von dem netten Herrn bekommen, der uns das Auto vermietet hat) als mein persönliches Navi und Mr.Donut auf dem Rücksitz ging es dann los Richtung Formentor. Ziel war das Cap de Formentor.

Kurz vor Formentor machten wir dann einen kleinen Halt in Port de Pollenca. Ein wunderschöner Ort der kurz vor der Auffahrt in die Berge zum Cap de Formentor liegt. Es gibt so viele tolle, kleine Restaurants und Cafés die direkt am Meer liegen. Wenn ihr auf Mallorca seid müsst ihr einfach einen Zwischenstopp in Port de Pollenca einlegen. Ich kann es euch nur empfehlen und ich ärgere mich ein bisschen, das wir dieses Mal nicht noch länger dort geblieben sind.

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Bevor es in Port de Pollenca dann in Richtung Formentor, sprich auf in die Berge ging, hielten wir es für klug vorher noch einmal tanken zu fahren, da wir in den bevorstehenden Gebirgen nicht mit einer Tankstelle rechneten. Tja und nun kommen wir zu dem wohl peinlichsten Teil dieses Roadtrips.

Ich habe ja wirklich überlegt ob ich es überhaupt erzählen soll, aber es war einfach zu lustig um es euch vorzuenthalten. Angekommen an der Tankstelle stellte sich nämlich die große Frage: Was um alles in der Welt müssen wir tanken? Steht das im Tankdeckel? Steht es irgendwo im Auto? Wir haben alles abgesucht, aber keinen (für uns) offensichtlichen Hinweis entdeckt. Was macht Frau, wenn sie nicht weiter weiß? Richtig, sie googelt es. Die Antwort die wir von Google bekamen war allerdings weniger als zufriedenstellend: Öffnen sie die Motorhaube und schauen sie nach, ob Zündkerzen oder Glühkerzen vorhanden sind! – Eigentlich hätte man unsere Gesichter bei dieser Antwort fotografieren müssen. Bevor ich anfing danach zu googeln wie man die Motorhaube öffnet, beschlossen wir dann meinen Vater anzurufen, der sich noch vor beenden meiner Frage zu Tode gelacht hat. Große Hilfe! Er tippte dann letztendlich auf einen Benziner, aber um nochmal sicher zu gehen fragten wir dann, die nicht englisch sprechende Tankwärtin, mit der wir uns nur über Zeichensprache verständigen konnten. – Auflösung: Es war tatsächlich ein Benziner!

Twentysixkoalas_TinaBrooks_Roadtrip_MallorcaVollgetankt ging es dann weiter Richtung Cap de Formentor. Ab über die Kurvenstrecke durch die Berge, entlang der Klippen, die manchmal näher waren als gedacht, kamen wir dann am Ziel an. Das letzte Mal war ich, als ich vierzehn oder fünfzehn war am Cap de Formentor und es ist immer noch genau so schön wie ich es in Erinnerung hatte. Der Ausblick ist einfach der WAHNSINN und ich kann einfach jedem nur empfehlen auch einmal zum nördlichsten Punkt von Mallorca zu fahren um sich diesen Ausblick nicht entgehen zu lassen.Twentysixkoalas_TinaBrooks_LighthouseDistrictTwentysixkoalas_TinaBrooks_LighthouseDistrictTwentysixkoalas_TinaBrooks_LighthouseDistrictTwentysixkoalas_TinaBrooks_LighthouseDistrictTwentysixkoalas_TinaBrooks_LighthouseDistrictNachdem wir uns mit einem kleinen Snack gestärkt haben und die unglaubliche Aussicht genossen haben, ging es dann wieder zurück. Auf dem Weg durch die Berge machten wir dann einen kurzen halt bei einer Bucht, die ich aus früheren Urlauben noch kannte, aber  damals nur aus der Ferne betrachtet haben. Wie setzten uns natürlich sofort in den Kopf die Bucht genauer unter die Lupe zu nehmen und machten uns deshalb auf den “Weg” die Bucht zu erobern. Das ganze war leider leichter gesagt als getan, denn die Bucht war nur über einen kleinen Trampelpfart zu erreichen, der hauptsächlich aus schulterhohen Gras und riesigen Steinen bestand. Ich war wirklich heil froh, das ich mich an dem Tag für Chucks entschieden habe, Sammy aka TomTom hatte eindeutig das falsche Schuhwerk gewählt (wie wir Frauen es ja meistens tun) und musste deshalb mit Riemchensandalen in die Tiefe klettern. Auf halben Weg kam uns ein Pärchen entgegen und wünschte uns viel Spaß beim Rückweg. In dem Moment lachten wir noch darüber. Nachdem wir unten angekommen waren und wir schnell feststellten, das das türkisblaue Wasser zwar ein Traum war, aber der Rest des Strandes aus messerscharfen Steinen bestand auf denen man barfuß keinen Schritt machen konnte, entschieden wir uns recht schnell zum Auto zurückzukehren. Recht schnell war leider nicht der Rückweg. Bei 37 Grad in der Mittagssonne, inklusive falschem Schuhwerk, einem viel zu steilen Abhang hochzuklettern macht definitiv weniger Spaß. Spaß bescherten wir allerhöchstens den restlichen Touris die mit uns nach oben kletterten. Gefühlte zwölf Stunden später saßen wir dann nassgeschwitzt in unserem Auto und das erste was von Sammy kam war: “Wenn du darüber auf deinem Blog schreibst, dann schreib sofort dabei, das man sich das ganze lieber nur von oben angucken soll”.

– Also an dieser Stelle mein Tipp: Die Aussicht von oben genießen, oder die richtigen Schuhe (und Ausdauer) mitnehmen! ;D

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Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann weiter. Dieses Mal war unser Ziel Es Trenc. Also ich vor ein paar Jahren mit meinen Eltern auf Mallorca war, waren wir schon einmal dort. Laut meiner Mutter ist Es Trenc ein Geheimtipp, aber man sollte bedenken: Wenn man nach Geheimtipps googelt und als erstes Ergebnis Es Trenc, als schönster Strand als Ergebnis kommt, dann ist es kein GEHEIMtipp. Und genau aus dem Grund ist der Strand auch leider immer überfüllt und vergleichbar mit dem Strandstück am Ballermann fünf bis sechs. Trotzdem haben wir, oder viel mehr ich, mir in den Kopf gesetzt noch einmal hinzufahren und dem Strand eine Chance zu geben. Mittlerweile ging es schon auf den Abend hinzu und daher hatte ich die Hoffnung das sich der Strand langsam leert und wir, immerhin noch eine kurze Zeit den Ort genießen können. Nachdem wir uns hundert mal verfahren haben, kamen wir dann endlich an und stellten leider als erstes fest, das uns nicht mehr viel Zeit bis zur Autoübergabe übrig blieb. Angekommen am wunderschönen Strand, blieben uns immerhin zwanzig schöne Minuten am, leider wieder überfüllten, Traumstrand bevor es wieder Richtung Playa de Palma ging.Twentysixkoalas_TinaBrooks_Roadtrip_MallorcaTwentysixkoalas_TinaBrooks_Roadtrip_MallorcaWir machten uns also nach einem kurzen Zwischenstopp in Es Trenc, wieder auf den Weg nach Hause (in diesem Fall die Playa de Palma). Nachdem ich vorher meinte, unbedingt mit Mr.Donut ins Wasser zu hüpfen fuhr ich, klitschnass in Badeanzug zurück. Außerdem stand uns noch ein kleines Problem bevor: Die Tatsache das wir noch eine gute halbe Stunde bis zur Autoübergabe hatten, inklusive der Tatsache das unsere Handy-Akkus aufgebraucht waren (Dank Snapchat!!) und wir keine funktionierende Power-Bank dabei hatten. Palma ist zum Glück super ausgeschildert, aber angekommen an der Playa de Palma, waren wir plötzlich vollkommen unorientiert und verirrten uns in allen möglichen Straßen bis wir dann, fünf Minuten vor Schlüsselübergabe, unser Hotel wiederfanden.

Trotz oder vielleicht sogar gerade Dank unserer typischen Fails wie unser Tank-Fiasko und unsere Bergsteiger-Einlage, unseres zehn Minuten Aufenthalts in Es Trenc und unserer Chaos-Fahrt zurück und die Tatsache das Mallorca zu 95 % aus Kreisverkehren besteht und wir bei jeder Ansage die lautete “Beim nächsten Kreisverkehr die dritte Ausfahrt nehmen…” totlachten, hatten wir einen superlustigen Roadtrip, den wir jeder Zeit wiederholen würden – allerdings mit mehr Plan, Power-Bank und anderen Schuhen!

Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Roadtrip und auf den nächsten Urlaub, der sicherlich schneller kommt als wir denken!


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